StartseiteMeditationMeditation: Ist es gut für Entspannung, Stressabbau?

Ehrlich gesagt: Ich als spirituell Suchender mit Erfahrung fröstele immer ein wenig, wenn ich Angebote lese, bei denen Meditation für Stressabbau und Entspannung angeboten werden. Meditation ist sicher eine Technik, eine Übung, die für unterschiedliche Vorhaben eingesetzt werden kann. Aber die Reise zum Wahren Selbst und zur mystischen Einheit mit dem Ganzen ist nicht ohne Gefahren.

Was ist Meditation?

Meditation ist eine Übung, bei der man die gesamte Energie in Bewusstheit und Beobachtung setzt. Eine Absicht der Meditation ist es die Denk-Tätigkeit des Gehirns zu verlangsamen oder sogar zum Schweigen zu bringen. Bewusstsein und Verstand sind zwei völlig unterschiedliche Seins-Zustände (Vorgänge, Funktionen, Energien), welche die gleiche Neurologie benutzen. Unsere fast süchtige, zwanghafte, ununterbrochene Denk-Tätigkeit bindet so viel Energie, dass wir selten zur Bewusstheit kommen.

Meditation wird gern im Sitzen oder Hocken durchgeführt. Dabei können wir den Körper am besten so halten, dass er für eine Zeit wenig Aufmerksamkeit verlangt. Sitzen ist besser als Liegen, denn wir wollen ja nicht einschlafen. Die Frequenzen der Gehirn-Hemisphären bei der Meditation sind ähnlich derer des Schlafes oder sogar des Tiefschlafes. Es ist also eine der Hauptübungen des Meditierenden in diesen Frequenzen zu sein ohne zu unbewusst und schlafend zu werden. Wenn das gelingt, ist Meditation zweifellos so entspannend wie ein guter Schlaf.

Wo lauert die Gefahr?

Wir werden bei der Meditation immer wieder ins Träumen kommen. Das Unterbewusstsein wird es nutzen, dass die zwanghafte Gehirntätigkeit abnimmt und verdrängte und unterdrückte Erinnerungen an die Oberfläche bringen. Das kann Gefühle aktualisieren, die uns belasten. Das kann gerade Stress verursachen oder besser: alten Stress hoch bringen.

Wie damit umgehen?

Es gibt zwei oder eigentlich drei Arten des Umgangs mit aufkommenden Emotionen bei der Meditation. Die eine ist, dass man sich auf ein Mantra konzentriert und immer wieder das Mantra denkt, innerlich rezitiert, so dass die schlechten Gefühle wieder weggehen. Mein spiritueller Meister, Osho, bezweifelte, dass dieses Vorgehen hilfreich und Meditation ist. Und ich stimme zu. Das ist zwar das Verfahren, dass Meditation in den Ruf gebracht hat, entspannend zu sein, aber es führt nicht zum Aufwachen, Erwachen, zum Wahren Selbst, zur Einheit mit dem Ganzen oder wohin man eben will.

Osho hatte daher Meditationen wie die Dynamische Meditation entwickelt, bei denen die stillen Phasen mit Übungen verbunden werden, bei denen die unterdrückten Gefühle ausgedrückt und rausgelassen werden. Eventuell braucht es zusätzlich Therapiegruppen oder Therapiegespräche. Das erscheint mir eine sehr sinnvolle Vorgehensweise. Wenn man innere Ruhe hat, kann man still und sitzend meditieren. Wenn man diese nicht hat, sollte man aktiv und mit Bewegung und Tanz und emotionalem Ausdruck meditieren.

Ich selbst würde eine emotionale Reinigung mit der Continuum Therapie oder ähnlichen Verfahren vor und während der Meditation machen. Man braucht heutzutage keine jahrelange Psychoanalyse mehr um ungestört vom Unterbewusstsein meditieren zu können. Es gibt effektive und schnelle Verfahren. Die sollte man aber auch einsetzen um wirklich tief mediteiren zu könen ohen Gefahr zu alfuen vo nden eigenen Dämonen überrasdcht und überwältigt zuwerdne.

Es geht natürlich auch der fortgeschrittene Weg: Wenn ich mir in der Meditation bewusst werde, dass etwas hochkommt, schaue ich es mit mit meiner Bewusstheit ohne es zu bewerten ohne es abzuwehren an, nehme es in mein Herz und verwandle es in positive Energie, in Mitgefühl und Liebe. Das entspricht dem Weg, den ich mit der Atisha-Meditation gehe, die für mich der beste Weg ist um emotionale Arbeit und Meditation miteinander zu verbinden. Das ist eine uralte tibetische Übung, bei der man das Negative in das Herz-Chakra atmet, dort verdaut und Mitgefühl ausatmet. Durch die positive Annahme des Gefühls wird es bereits (wieder) zu reiner Energie.
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